Saturday, February 6. 2010Journalistischer Tiefgang
Schon öfter ist in der grünen Hölle angefragt worden, ob denn eine Zeitung für Geocacher eine tolle Idee wäre? Und jedesmal wieder stellt der dort vertretene Teil der Community eindeutig klar, dass so etwas so überflüssig wäre wie der Kühlschrank für den Eskimo.
Tatsächlich ist ein Printmedium völlig unpassend für eine so online-orientierte Zielgruppe wie Geocacher, die am liebsten mit papierlosem Geocaching die letzten ausgedruckten Listings und Spoilerfotos vermeidet. Dazu so hervorragend miteinander vernetzt, dass einige Marketing-Experten sich mit ihren Aktionen schnell eine blutige Nase geholt haben. Die Blogger unter den Geocachern zeigen übrigens journalistischen Ehrgeiz, in einer Zeit wo der Qualitätsjournalismus eher zur Ausnahme wird. Aus Enthusiasmus und frei von der Entwicklung der Newsmedien werden mitunter unbedingt lesenswerte Artikel verfasst. Die Spannbreite geht dabei von tiefgehenden Analysen bis zur amüsanten Selbstdarstellung. Alles ist dabei, der Newsaggregator sammelt es ein und verschafft ein ausreichend großes Publikum. Natürlich würden die Blogs auch ohne diesen gelesen, keine Frage, aber die Tatsache, dass hier Aufmerksamkeit für ein Blog erzeugt werden kann, weckt auch Begehrlichkeiten. Mir fallen zeitweise immer mal wieder Blogs auf, die mit Kurzbeiträgen auf Twitter-Niveau versuchen die Zielgruppe für sich zu interessieren. Und da komme ich dann langsam immer in eine Zwickmühle: Auf der einen Seite soll das Ganze ja einigermaßen basisdemokratisch sein, alle sollen mitmachen können. Andererseits muss ich auch auf die Qualität der Beiträge achten, denn die News verlieren sonst an Wert. Es soll für den Geocacher der die News liest stets ein positives Erlebnis sein, eine Überschrift anzuklicken. Kurzmeldungen dass sich bei einem Event 500 Geocacher angemeldet haben - so ganz ohne Bild, ohne Hintergrundinfos - sind da dann schon grenzwertig, vor allem wenn von diesem Blog ständig dieses Niveau abgeliefert wird. Daher stelle ich mal zur Diskussion: Wie wollen wir damit umgehen? Sind die Meldungen auf Twitter-Niveau so gewünscht oder sollte der News-Aggregator ausgedünnt werden? Konkret: Was nervt Euch, oder ist alles ok so? Comments
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In der Tat ist die Geocacher Gemeinde stark auf das Internet angewiesen. Da es sich beim Geocachen um ein "noch" ausgefallenes Hobby handelt, versammeln und organisieren sich die weltweit einzelnen weit vertreuten Anhänger im zentralen Internet. Und genau da sollte man ansetzten. Man könnte doch ein digitales mobiles Magazin erschaffen das in verschiedenen Formaten im mobilem Internet abrufbar ist. Egal ob man es mit Laptop, Handy, PDA, Netbook, PC oder Spielekonsole abruft, es sollte schnell und unkompliziert sein und Infos über Massen-, Interessante- und Urlaubs Caches. Sowie Tests von neuen GPS-Geräten und anderen Equipment. Interessant wäre es auch wenn es das als TV-Sendung gäbe, nur ist da das Problem das dann mehr Leute auf dieses schöne Hobby aufmerksam werden und das es sich dann zu einem Massenhobby ausbreitet. Prinzipiell machbar, aber dafür braucht man schon eine handvoll Leute für die Redaktion und hinreichend viele Schreiber - und man muss den Leuten hinterherlaufen, dass sie doch ihre versprochenen Texte/Photos endlich mal abliefern, die Texte müssten korrigiert und gesetzt werden, das ganze layoutet - wie gesagt, nicht wenig Arbeit. Aber gut, mag ja auch sein das es so finanziert wird... Ich vermute, dass es daran liegt, dass kein spezieller Kategorie/Schlagwort-Feed ausgeliefert wird. Die Sache mit der Länge ist da schon etwas schwieriger, jeder sollte natürlich so bloggen wie er möchte und es soll dann auch keinem etwas aufgezwungen werden. Es bleibt schwierig. Bei der Gelegenheit fällt mir noch ein, das die mißratene Pressesatire da in den News auch enorm störend wirkt, wenn ich Zeitungsberichte zum Thema "Böse Geocacher - gute Geocacher" lesen will, dann frage ich Tante Guhgel, die kennt sich damit bestens aus. Nur sind diese Informationen, sprich "echten" Presseberichte, für gewöhnlich absolut uninteressant, der sprichwörtliche Sack Reis in China hat da der mehr Informationswert. Insgesamt würde ich mal sagen, am interessantesten in den ganzen News sind alle privaten Blogs, in denen eben Geocacher selbst zum Thema (und auch zum drumherum) schreiben. Alles andere wirkt da störend und somit überflüssig. Deshalb wünsch ich mir, mehr authentische Geocachinggeschichten und weniger Presseclub. Just my 2 Cents. Stefan www.hasengrill.net - Thema Pressesatire: Die Intention der Pressestelle als Satireportal finde ich ebenso wie Carnosaurus leider sehr daneben. Hier setzen einige wenige ihre Meinung einfach durch und geben vor für alle zu sprechen. Das sind dann die gleichen die Meckern, wenn die Wanderjugund für alle spricht. Andererseits finde ich deren Pressespiegel ganz interessant (auch über den Agregator). Alle Artikel landen halt nicht im Forum. - Magnetbude: Ich hab das Gefühl die letzten Wochen war es ruhiger (oder ich hab die nur übersehen). Aber deren Werbung ... ähmm ... Berichte haben mich ziemlich genervt. Überhaupt keinen Kontext zum Geocachen und ich denke die haben sich über den Kostenlosen Werbeplatz sehr gefreut. Sollte meiner Meinung nach dringend gelöscht werden. - Shops Finde ich ein wenig unpassend in einem Aggregator. Was würdest du machen wenn Porsche ihren "Jeep" als Geocacher Auto vermarktet und ein entsprechendes Blog eröffnet und anmelden würde. Ich vermute einfach mal, dass du ablehnen würdest. Auch wenn sie tolle Reisegeschichten über Caches machen würden, nur dummerweise ist immer das Auto im Bild Hier würde ich mir wünschen dass diese ihren Content als "Werbeanzeigen" auf den Markt werfen. Ich hätte wenig Probleme damit wenn die deutschen Cachershops gemeinsam (oder in Auswahl) den Server finanzieren und dafür einen prominenten Werbeplatz bekommen (statt Google). - Unsere lieben Taschenlampen Freunde: Die Beobachte ich inzwischen fast ein wenig mit Humor (wobei, um Jofrie ist es still geworden). Aber die Süddeutsche Konkurrenz lässt ja keine Möglichkeit aus von ihrem "privaten" Tests auf ihren Shop zu verlinken. In meinen Augen ist das eigentlich eine klassische Anzeige. P.S. Ich muss sagen ich nutze das geocaching Portal nur über die Einbindung im Forum und denke persönlich auch, dass es hier den meisten Traffic für die Blogs gibt, oder? Hast du da "Klickzahlen"? P.P.S. Entgegen aller Ankündung und Verbissens gegen Kommerz von außen ist es aber so, dass der Kommerz von Innen sich in unserem Hobby unheimlich durchsetzt. Das muss nichts schlechtes sein! Aber ich denke hier sollte sowohl durch die Community (Betrifft Foren, Blogs, Podcasts) als auch durch dich Mönk (durch deine "Macht" als Forenbetreiber bist du in einer besonderen Stellung) eine ehrliche und offene Diskussion geben. |
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