Tuesday, February 8. 2011Geocaching und "Netikette" in der Natur
Ein Gastbeitrag zum Thema Geocaching und Naturschutz von Klaus-Ulrich Battefeld, Koordinierender Referatsleiter, Artenschutz, Naturschutz bei Planungen Dritter, Landschaftsplanung des Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Der Verfasser wird über Kommentare zu diesem Artikel informiert.
Es ist bald Frühling und es wollen sich viele Geocacher in der freien Natur den Winterstaub aus den Kleider blasen lassen. Das kann gefährlich werden. Einige der Forumsmitglieder auf der Site http://www.geocaching-portal.com/ oder vergleichbaren Seiten sind sich dieser Gefahren offenbar nicht bewusst. Nachfolgend einige Tipps zur "Nettikette" in Natur und Wald: Viele wilde Tiere wollen sich im Frühjahr den Winterschlaf aus den Augen reiben und gleichzeitig an "Familienbildung" denken. So wie ein Date zwischen Menschen nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist und Stalker und Spanner hierbei nichts verloren haben, sind auch die lieben Tierlein - selbst wenn sie fliegen können - gerne dabei ungestört. Also ein Tipp zum Jahresbeginn: Bitte wenigstens in der Brut- und Aufzuchtzeit von März bis August keine Caches im Umfeld von Brut- und Horststandorten seltener oder gefährdeter Tierarten aufsuchen. Dies gilt insbesondere für einige exponierte und versteckte Steinbruchwände und Felsen, die für kaum jemanden erreichbar und von Menschen oft unbesucht sind . Hier treffen sich gerne Uhu, Wanderfalke und Co. zum trauten tete a tete und sollten hierbei nicht gestört werden. Immerhin handelt es sich um Tierarten, die vor kurzer Zeit noch vom Aussterben bedroht waren. Sportliche Selbstverwirklichung auf Kosten der Natur und der Umwelt ist schlecht fürs Image und hier fehl am Platze. Ähnlich ungeschickt kann sich ein Cacher benehmen, wenn er in einem Wald unterwegs ist, in dem im letzten Winter Holz eingeschlagen wurde oder noch eingeschlagen wird - fällt ihm ein hängengebliebener Ast auf den Kopf, dann ist die Freude gering und die Freizeitbeschäftigung für einige Zeit auf Eis gelegt. Teuer kann der Spaß dann auch werden - denn für solche waldtypischen Gefahren haftet niemand. Auch die in manchen Blogs und Foren diskutierte "Präparation" von Bäumen bis zu deren biologischem Exitus kommt nicht gut an. Entweder sind die Bäume bereits "löchrig" - dann sind "Mieter" drin , die nicht gestört werden sollen (z.B. Fledermaus, Bilch und Co. - auch allesamt schutzbedürftig (siehe oben)- und manchmal übrigens bissig und vielleicht tollwütig (oder die Baumhöhle ist zwar leer aber von Fledermäusen vollgesch...). Oder die Bäume sind noch in gutem Zustand - dann würde sich nicht nur der Eigentümer den Frevler vorknöpfen, sondern auch die Ordnungshüter könnten mit Verweis auf das Feld- und Forstschutzgesetz in Hessen oder ähnliche Regelungen in anderen Ländern zur Kasse bitten. 100% des Waldes und der Bäume in Deutschland "gehören" nämlich jemandem! Handelt es sich bei dem beschädigten Objekt um ein Naturdenkmal oder Kulturdenkmal, dann kommt auch das Strafgesetzbuch ins Spiel: § 304 StGB ist die einschlägige Hausnummer (Gemeinschädliche Sachbeschädigung). Wenn ein Naturschutzgebiet mit dem grünen Dreieckschild oder der Eule auf gelbem Schild gekennzeichnet ist, heißt es übrigens meist auch "Finger weg". Details sind der Schutzregelung zu entnehmen. Um es kurz zu machen: Auch beim Geocaching in der freien Wildbahn kann es manchmal hilfreich sein, die grauen Zellen einzuschalten und Unsinn zu vermeiden. Es gibt genügend Möglichkeiten, Caches in der Natur an unproblematischen Stellen zu verstecken, ohne andere zu ärgern oder zu schädigen. Der Reiz ist bei einem scheinbar "offensichtlichen Cache" vielleicht sogar noch größer, als wenn man sich am Uhunest vorbei abseilen muss. Ich weiß, dass Zurückhaltung manchen Sportsfreunden schwer fällt, aber Coole haben Blödsinn nicht nötig (und den anderen ist es verboten). Mitgliedern von Sportvereinen oder der Deutschen Wanderjugend muss man das sicher nicht sagen, da diese im Verein schon einmal das Wort "Rücksicht" gehört haben sich in der Regel in der Natur vernünftig verhalten. Den anderen sei gesagt: Gelegentlich soll es in Wald und Natur auch Ranger, Förster, Polizisten, Feldschütze oder aufmerksam Zivilisten geben, die "petzen"... Allen verantwortungsbewussten Cachern wünsche ich viel Spaß! Thursday, February 3. 2011Gaudeamus Signatur
Wenn man bei Onkel W. nach dem Begriff Signatur fragt, fällt dem dazu einiges ein. Im Gegensatz zu den dicken Büchern die Opa im Regal hatte wird hier auch der Begriff Signatur im Kontext von News und Foren erklärt.
Nun wird bei den wenigsten im Forum der Wunsch da sein, die kompletten Kommunikationsdaten bis zur Snailmail hier in das übliche Format von maximal 4 Zeilen und 80 Zeichen einzupassen. Viele der Foren-Mitglieder haben eigene Blogs, in der grünen Hölle wird hier auch die gestreichelte Statistik auf dem Server in Seattle stolz vorgezeigt. Schon gewusst? Grüße gehören übrigens nicht in die Signature, das gebietet schon der Anstand. Wenn ich jemand grüßen will, dann schreib ich das auch mit dem Text den ich versenden möchte, wer will schon automatisiert aus der Signature gegrüßt werden? Die künstlerische Kreativität hat aber zeitweise die Tendenz zu wahnsinnigen Größen, wenn jemand besonders auffallen möchte. Die vielen Besucher des Geoclubs wecken da natürlich Begehrlichkeiten, wer nicht wirbt der stirbt. Das ist sogar verständlich, aber wir müssen hier - was reimt sich auf Beschiss? - genau, einen Kompromiss finden. Und der möge so aussehen, das lege ich das nun als diktatorischer und nie demokratisch gewählter Admin einfach mal fest: Maximal drei Statbars nebenander von der Größe 234x60, etwas schmaler und dafür höher wollen wir auch tolerieren. Das ganze soll dem Spaß und der Information dienen, die Signature ist keine Werbefläche. Als Statbars wollen wir z.B. die von Geocaching-Platformen oder anderen Statistik-Seiten akzeptieren. Natürlich soll es auch weiterhin möglich sein, einen schlauen Spruch, vorzugsweise korrekt mit Quelle zum Besten zu geben. Das hat Tradition, und was man im Usenet so machen kann soll hier natürlich auch nicht verkehrt sein. Für eigene Webseiten kann man auch ein kleines Banner machen, besser wäre für ein Blog ein animierter Header wie ihn Feedburner mit seinem Headline Animator automatisch erstellen kann. Das sieht dann nicht so sehr nach Werbung, sondern nach aktueller Information aus. Und außerdem kann man es auch für Signature unter seinen E-Mails verwenden. Die Kommunikationsangaben kann man dann auch dem Impressum entnehmen. Das ist aber nur im privaten Umfeld zulässig, sonst muss hier dank deutscher Gesetze so viel für Gesetzeskonforme Pflichtangaben in Geschäftsbriefen drin stehen, dass die meisten Mails überwiegend aus der Signatur bestehen dürften. Friday, January 28. 2011Enigma Komplettlösung
Wenn man im allgemeinen Sprachgebrauch das Wort Spoiler verwendet, denken die meisten an ein aerodynamisches Bauteil eines Autos um den Auftrieb zu verringern.
Onkel W. kennt aber auch die Bedeutung, die der Ausdruck bei Geocachern hat: Dort ist der Spoiler eine Information, die dazu geeignet ist, den Genuss Dritter am Konsum eines Mediums zu verderben. Ob Geocaches nun konsumiert werden, lassen wir mal dahin gestellt, aber wer im Gegensatz zu mir seine Freude an kniffligen Rätseln hat und die Überraschung am Multi liebt soll der Spaß nicht verdorben werden. Trotzdem gibt es in der Community zur grünen Hölle wohl auch den Bedarf, sich mehr oder weniger konspirativ zu persönlichen Pflegefällen der Ratehaken-Landschaft auszutauschen. In einer Art, wie man es auch auf dem Stammtisch machen würde, ohne gleich die ganz Lösung vorwegzunehmen, einfach nur ein Schubs in die richtige Richtung. Dazu gibt es die Gruppe der Spielverderber. Dieses Forum ist so konfiguriert, dass man sich dafür extra anmelden muss, und zwar im Profil unter Benutzergruppen Mitgliedschaften verwalten. Der Zutritt wird vom Moderator (nicht vom Admin!) gewährt so lange man sich dort einwandfrei benimmt, ein paar Regeln sind dort auch angepinnt. Wer also die Enigma Komplettlösung erwartet ist hier falsch. Natürlich wird auch der auf einer kleinen unbekannten Insel in der Nordsee vor vielen Jahren versteckte Kult-Mystery hier diskutiert, aber wer nur ein paar Final-Koordinaten abgreifen will wird wohl doch eher einige Telefonjoker brauchen. Dadurch dass man erst bewusst den Zugang zu dieser Gruppe gewollt haben muss, kann sich also niemand über die ungebetene Weitergabe von Spoilern beschweren. Es wäre sicher nicht in Ordnung, wenn diese einfach unter die neuen Beiträge gemischt würden wenn man Spoiler nicht lesen möchte. Und einen weiteren Vorteil hat dieser Ablauf: Tante G. und ihre neugierigen Schwestern müssen auch draußen bleiben. Thursday, December 30. 2010Und nun zum Wetter
Es ist schon eine zeitlang her da hatte McMagic, der Kumpel von Nox Fräse (kennt vielleicht der eine oder andere noch vom Geocaching aus Gründerzeiten) eine erste PLZ-Suche für Geocaches programmiert.
Damals sah man das wohl noch nicht so eng mit den Daten für Geocaches. Heute steht ja man schon mit einem Bein im Knast wenn man bei der Geocaching-Zentrale die Geodaten von der Webseite abgreift, die Daten werden sogar nun schon verschlüsselt und umgehen von untauglichen Methoden ist wie wir seit CSS wissen trotzdem streng verboten. Wie auch immer: Seit vielen Jahren gibts eine PLZ-Suche oben rechts im grünen Forum. Dabei wird eine deutsche Postleitzahl mit der OpenGeoDB in Koordinaten umgesetzt und damit eine Karte aufgerufen. Ganz früher die schon erwähnte von den Veteranen aus dem Schwarzwald, und seit es die nicht mehr gibt die von den Amis. Aber die sind ja auch nicht mehr die einzigen die Dosen auf Karten (z.B. mit Openlayers) visualisieren. Daher sind die teilweise freien Alternativen nun auch auswählbar, natürlich auch die Geocaching-Karte des Geoclubs selbst (mit der man dann Geocacher in seiner Umgebung finden kann) und sogar eine Spezialkarte fürs Nightcaching. Eine Option gibts dann noch, und damit kommen wir dann zum Wetter: Es gibt ja verschiedene dieser Dienste, wo man sich übers Wetter schlau machen kann. Mit Wunderground kann man sich auch das Wetter für bestimmte Koordinaten anzeigen lassen und daher wurde das auch mit eingebaut. Das hat zwar nur am Rande mit Geocaching zu tun, aber ist vielleicht ganz nützlich. Friday, November 5. 2010Wo bist Du?
Seit mehr als sieben Jahren läuft nun die grüne Hölle. Mit knapp 24000 Mitgliedern wohl einer der größten Treffpunkte für Geocacher und alle die es werden wollen.
Die Mitgliederliste soll nun geocodiert werden um den Kontakt von Mitgliedern in den Regionen zu stärken. Auch für weitere Planung der regionalen Foren ist natürlich interessant, wie viele Geocacher es in der Umgebung so gibt. Das ganze natürlich nicht still und geheim, sondern auf einer Geocaching-Karte soll man dann alle Daten schick als Übersicht bekommen. Wie das genau aussehen wird ist noch nicht klar, aber die ersten Anfänge kann man schon beobachten. Ziel soll jedenfalls sein, dass Geocachern im Geoclub nicht entgeht was in der Nachbarschaft grad so los ist. Dafür soll der Wohnort des Mitglieds geocodiert werden. Auf deutsch: Die Angabe des Wohnorts wird mit Koordinaten für die Datenbank versehen. Um die Koordinaten muss und kann man sich nicht selbst kümmern, so genau soll das auch keiner wissen wo man zu Hause ist. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Ich will nicht mitmachen! Völlig in Ordnung, bitte im persönlichen Profil die Angabe zum Wohnort löschen, speichern, das wars schon. 2. Ich will dabei sein! Perfekt! Die Angabe zum Wohnort im persönlichen Profil ausfüllen. Ideal ist eine Angabe wie 12161 Berlin für Mitglieder in Deutschland oder sowas wie E-29740 Torre del Mar für Mitglieder im Ausland. Eintragen, speichern, und wenn die Technik das versteht ist man dabei. Natürlich gibts keine Pflicht zur Wahrheit. Wer das witzig findet sich mit einer Adresse in Afrika zu melden kann das tun. Koordinaten in der Form wie es zwischendurch mal ausprobiert wurde klappen übrigens nicht. Außerdem ist es natürlich möglich, irgendwie obskure Angaben wie JO43BC drin stehen zu lassen und zu gucken was passiert. Wir werden dann ja sehen, was der Geocoder daraus macht, aber dann bitte hinterher keine Beschwerden warum man nun am Nordpol verortet wurde: Computer sind nun mal doof. |
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